Der „Kommunikationszaun“ ist ein Inklusionsprojekt  der Heilpädagogischen Kindertagesstätte St. Egilhard in Elsdorf und der katholischen Kita St. Mariä Geburt. Eine langjährige Kooperation der beiden Einrichtungen hat mit dem Kommunikationszaun eine neue Dimension erfahren. Die Gärten unserer beiden Kindertagesstätten grenzen aneinander und wurden von einem Maschendrahtzaun getrennt, der einen großen Anziehungspunkt für die Kinder darstellt und irgendwann ersetzt werden musste. Kinder und Teams haben dann beschlossen, keinen Zaun zu bauen, der wieder nur trennt, sondern einen Zaun, der die Kommunikation der Kinder beider Einrichtungen weiter fördert. Unterstützt wurde das Projekt von Dipl.-Ing. agr. Aletta Mortsiefer, die den Zaun nach unseren Ideen und Vorstellungen entworfen hat.


Zaun 3

 

 

Zaun 4

Und so funktioniert er:

 

Ein Holzzaun, der beide Grundstücke voneinander trennt, hat Öffnungen, durch die die Kinder miteinander kommunizieren können. Auf beiden Seiten des Zauns befinden sich außerdem Sitzrondelle, die mit einer Edelstahltelefonanlage ausgestattet sind. Der zentrale Punkt ist ein von beiden Seiten bespielbares Holzhaus, in der Mitte mit einer Trennwand und einem großen Fenster versehen, dessen Fensterläden man von beiden Seiten öffnen und schließen kann. So lädt das Fenster Kinder aus beiden Kitas zum gemeinsamen Spiel ein. Die Kinder können Kontakt aufnehmen, müssen es aber nicht. Auch wer nicht verbal kommuniziert, ist in das Spiel integriert, z. B. durch das Öffnen und Schließen des Fensterladens.

Zaun 1

Die Erfahrungen haben ganz viel Positives gezeigt, vor allem für die Kinder aus St. Egilhard. Die Kinder aus beiden Einrichtungen gehen unvoreingenommen aufeinander zu und werden durch offensives Spielen im Rahmen ihrer Möglichkeiten miteinbezogen. Der geschützte Raum, der durch das Schließen des Fensterladens auf einer Seite entsteht, ist immens wichtig für Kinder, bei denen eine Reizüberflutung mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem massiven Rückzug führen würde. In dieser Spielsituation jedoch können die Kinder selbst entscheiden, wieweit sie sich auf die gemeinsame Interaktion einlassen möchten. Freiwillig machen sie oft sehr viel mehr, als wir uns hätten vorstellen können.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir hier vor Ort ein Projekt gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln konnten, dass so in dieser Form wahrscheinlich einmalig ist. Sie sind herzlich eingeladen, sich unseren Kommunikationszaun vor Ort einmal anzusehen. Bitte melden Sie sich dazu in einer unserer beiden Kitas. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen an andere weitergeben zu können.

Zaun 2

 

 

 

 

Ein herzliches DANKESCHÖN an dieser Stelle nochmals an alle, die für dieses Projekt gespendet haben oder uns in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben. Ohne Ihre Unterstützung hätte ein so großes Projekt niemals realisiert werden können!

 

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